5. Lauf zur DGM, AC Helfenstein, 21. September 2002

 

Zwei Meisterschaftsentscheidungen sollten beim vorletzten Lauf zur Deutschen Geländewagenmeisterschaft fallen.

Nach ergiebigen Regenfällen am Vortag zeigte sich das Wetter am Wettbewerbstag von seiner sonnigen Seite und so fanden die Starter beste, wenn auch teilweise schlammige, Bedingungen vor. Die angenehmen Temperaturen ließen auch die Zuschauer aus der Region zahlreich in das weitläufige und bergige Areal strömen. Vor einer fantastischen Kulisse im Steinbruchgelände Staudenmeier wurde ihnen Motorsport zum Anfassen geboten. Gespräche mit den Aktiven, keine Eintrittsgelder, hautnah dabei an den Sektionen und ein offenes Fahrerlager kennzeichnen die Deutsche Geländewagen-Meisterschaft DGM.

Der positive Trend bei den Starterzahlen setzte sich fort. 65 Teilnehmer, davon 17 im Fun-Cup, waren gemeldet. Vier Schweizer waren angereist um ins Geschehen einzugreifen. Drei der Eidgenossen starteten bei den Prototypen, der neunfache Schweizer Meister Ueli Baur startete in der Klasse Standard.

In der Modified-Klasse rückte Dieter Rückert seinen Ruf als Meisterschaftskandidat wieder zurecht. Nach einem eher schlechten Ergebnis beim letzten Lauf in Bramsche fuhr er hier souverän den Tagessieg vor Torsten Rötzel und Thomas Watzke (beide Suzuki LJ 80) heraus. Mit drei Saisonsiegen und einem zweiter Platz ist Dieter Rückert auf Suzuki SJ 413 damit neuer Deutscher Meister.

Bei der Klasse Standard gab es ebenfalls Meisterschaftsehren zu verteilen. Walter Scheerer auf einem Suzuki SJ 410deklassierte die Konkurrenz mit einem einzigen Fehler: er mußte einmal zurücksetzen. Damit holte er deutlich den Tagessieg vor Thomas Schmidt auf Suzuki SJ 413 und Hubert Fitz auf Jeep Wrangler.

Den zweiten Tagessieg in Folge sicherte sich Harald Lieseke auf Suzuki SJ 413 in der Klasse Original. Damit wird es in der Titelentscheidung in dieser Klasse noch einmal eng zwischen Lieseke, Hans Braeuner und Jürgen Wagner. Für Braeuner und Wagner sprangen in Helfenstein nur die Plätze fünf, bzw. sechs heraus.

Nach dem Gastspiel der Deutschen bei einem Schweizer Lauf anfangs der Saison schlugen nun die Eidgenossen zurück. In der Klasse der Prototypen stellten sie ihre Kunst unter Beweis und sicherten sich dank eindrucksvollen Leistungen die ersten drei Plätze. Peter Hess auf Pigacy siegte mit gerade mal drei Punkten vor Bruno Huber auf Pumuckel und Fritz Bondi auf Bondiauto. Proto-Neueinsteiger Norbert Sollner behauptet, durch einen Patzer nur Rang sechs, die Führung in der Tabelle.

Im Fun-Cup holte Andreas Klossner auf Mercedes G vor Philip Roth auf Suzuki 413 und Sabrina Gillmann auf Mercedes 280GE.

Umfaller und Überschläge blieben dank der hervorragenden Sicherheitsvorkehrungen ohne Folgen für die Piloten. Lediglich die eine oder andere Bügelung für die Karosserien wird vonnöten sein.

In der Mannschaftswertung holten sich die "Kurpfälzer" rund um Harald Schumann den zweiten Sieg in Folge. Damit liegen sie nur noch fünf Punkte hinter dem Mercedes G - Club, dem Mannschaftsmeister von 2001.

Der Finallauf zur DGM mit immerhin noch drei Titelentscheidungen findet am 12.10. in Asbachstatt.