2. Lauf zur DGM am 04. Mai 2003 der L.O.R.D.s (Lipper Off Road Devils)

Die Deutsche Geländewagen Meisterschaft gastierte nach langen Jahren Abstinenz wieder bei den Lipper Off Road Devils in Alverdissen. Die L.O.R.Ds richteten am ersten Maiwochenende eine Doppelveranstaltung aus. Der Club Vergleichs Trial (CVT) fuhr seinen Lauf am Samstag, die DGM betätigte sich diesmal als „Sonntagsfahrer“.
Das Gelände im Schotterwerk war durch Kies und Erde geprägt und bot abwechslungsreiche und anspruchsvolle Sektionen. Dazu machte der Sonn-Tag seinem Namen alle Ehre und unter einen strahlend blauen Himmel gingen 59 Teilnehmer an den Start.

Im Fun-Cup konnte die Entscheidung nur zwischen Mercedes und Suzuki fallen. Am Ende entschieden 0,2 Fehlerpunkte über Platz 1, der an Andreas Köller auf einem Mercedes G ging. Dahinter folgte Ronny Simon auf einem Suzuki 410 und Udo Swafing mit einem Mercedes G auf den Plätzen.

Ähnlich eng ging es in der Klasse Original zu. Keine zehn Fehlerpunkte trennten Platz fünf vom Platz eins. Nachdem die Sektion Nr. 6 wegen eines Ausführungsfehlers aus der Wertung genommen werden mußte, verschob sich die Endwertung um wenige Plätze. Andreas Klossner, souveräner Sieger des ersten Laufs, landete auf dem 9. Platz, während die Spitze nahezu in gewohnter Hand blieb. Harald Liesicke, der den ersten Lauf ausließ, setzte sich mit seinem Suzuki SJ 410 gegen Bettina Wagner (Suzuki LJ 80) und Hans Braeuner (Mercedes G) durch und holte den Tagessieg.

Die knappste Entscheidung des Tages fiel in der Klasse Standard: 0,05 Punkte Differenz bestimmten über den Sieg. Heinz Bertsch gelang, trotz seiner Reparaturpause wegen eines Schadens am Hinterachsdifferential, der Sprung auf Platz zwei. Veysi Serhat behielt mittels besagter Differenz die Nase mit seinem Suzuki SJ 413 vorn. Damit schob sich der Mainzer in der Gesamtwertung auf Rang 3 nach vorn, deren Führung nach wie vor Heinz Bertsch auf einem Suzuki LJ 80 behauptet. Das Siegertrio wird ergänzt durch Klaus Hofmockel mit seinem Mercedes G. Damit erreicht er Position 2 in der Rangliste. Bemerkenswert war Tagesstarterin Veronika Bialas: auf einem Daihatsu F20 holte sich die einzige Dame der Klasse Standard Platz 6.

Aus dem CVT hatten sich gleich neun Teilnehmer für die Klasse Modified als Tagesstarter eingeschrieben. Und sie waren eine Klasse für sich. Neben Thomas Watzke, dem mit seinem LJ 80 der Tagessieg nicht zu nehmen war, gelang es nur Klassenaufsteiger Jürgen Wagner und Wolfgang Fröls in die Phalanx einzubrechen. Platz 6 und 8 für die beiden Suzuki-Fahrer. Der 2. Platz ging an Hendrik Nieweg auf Mercedes G, gefolgt von David Nieweg auf Suzuki SJ 413, Johannes Wöstefeld auf einem Mercedes G und Dirk Gesing mit einem Suzuki LJ 80.

Stark besetzt war die Klasse der Prototypen: acht Teilnehmer gingen an den Start. Herbert Klöckner, sonst im Rhein-Eifel-Pokal unterwegs, setzte sich gegen die DGM Lizenzstarter durch und holte sich auf den Tagessieg. Norbert Sollner zeigte mit seinem Proto „G-rät“ eine bekannt solide Leistung und übernahm durch seinen 2. Platz die Führung in der Gesamtwertung. Der neuaufgebaute Proto „Junior“ von Holger Busch bewährte sich und er erzielte bei seinem ersten Start als DGM-Lizenznehmer auf Anhieb Position 3. Wenig Glück hatte Volker Kröwel, der zweite Tagesstarter in der Königsklasse. Bereits in seiner ersten Sektion quittierte sein Prototyp den Dienst. Doch ganz Sportsmann bot er Zuschauern wie Teilnehmern als Doppelstarter auf dem Fahrzeug von Herbert Klöckner sein Können dar und fuhr außer Wertung den Wettbewerb zuende.
In der Mannschaftswertung konnte sich Mainz-I gegen den ORC Baden-Württemberg und den Mercedes-G-Club-I durchsetzen. Auf Grund der hohen Leistungsdichte der Mannschaften liegen zwischen den drei Mannschaften auf dem Siegerpodest jeweils nur ein Punkt. Der G-Club baut damit seine Tabellenführung vor dem ORC BW und Mainz-I aus.

Der nächste Lauf führt am 21. Juni noch einmal in den Norden, nach Bramsche. Nach Eurotrial in Italien und anschließender Sommerpause geht es mit der DGM Ende August in der Schweiz weiter.