1. Lauf zur DGM am 29.03.20003 des MSC Sand

Der Wettergott war dem Auftakt der Geländewagen Meisterschaft gewogen. Frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein sorgten im ehemaligen Cross-gelände des MSC Sand am Main für gute Stimmung.
78 Teilnehmer hatten sich in dem zwischen Weinbergen gebetteten Gelände eingestellt.
Mit 16 Startern in der Einsteigerklasse Fun Cup setzt sich der positive Trend des letzten Jahres fort. Der erste Sieg ging an Thomas Förster auf einem Mercedes 230 GE, nur knapp gefolgt von Frank Schodruch (Mercedes 300 GE) und Gerhard Geisler auf einem Jeep Cherokee. Thomas ist ein weiteres gutes Beispiel für die konsequente Nachwuchsarbeit im Mercedes G-Club. Nach einem Jahr des Ausprobierens, will er nun mit Spitzenplätze auf sich aufmerksam machen, um im nächsten Jahr in eine der DGM-Klassen einzusteigen.
Für die Abteilung „Autos von der Straße“ war dieses mal Jürgen Teichert zuständig. Der Mitarbeiter des Sponsors „Taubenreuther“ sorgte mit seinem Mercedes-Pick-up, 3,12m Radstand und 1,90m Breite für Fun bei sich und den Zuschauern. Mit diesen Maßen und trotz einer beherzten Fahrweise reichte es nur für 16. Rang.

Das Konzept hautnah bei den DGM Startern dabei zu sein und ungezwungen in den Trialsport hineinzuschnuppern geht auf. Andreas Klossner, letztes Jahr Vizemeister im Fun Cup, setzte mit seinem Mercedes 280 GE in der Klasse Original mit dem Tagessieg eine erste Bestmarke.
Auf den Plätzen folgten Arnd Neidhardt und Markus Gosebrink, die mit diesem Ergebnis eine klare Zielsetzung für dieses Jahr unterstreichen. Der Titelverteidiger Hans Braeuner erwischte einen schlechten Tag und landete nur auf Platz 7. Die Doppelstarterin von Andi Klossner, Elke Steube, parkte nach einem kleinen Fahrfehler in Sektion 9, ihren Mercedes G auf der Seite. Außer einigen Beulen am Fahrzeug blieb alles unverletzt.

Die mit 24 Startern am stärksten besetzte Klasse Standard entschied der erst in diese Klasse gewechselte Heinz Bertsch. Von seiner defektanfälligen Modified-SJ getrennt, setzt Heinz jetzt auf eine bewährte Suzuki LJ 80. Der Tagesstarter Tom Müller landete auf Platz 2.. Heiko Sommer wartete nach eher durchwachsenen Ergebnissen in der Saison 2002 mit einem Spitzenrang auf: Platz 3 für ihn. Der Endlaufsieger Jens Immel und sein Mannschaftskollege Klaus Hofmockel folgten auf den nächsten Rängen. Eine Bandberührung in der letzten Sektion kostete Klaus den zweiten Platz, aber, hätte, wäre, wenn.........

In der Klasse der verbesserten Fahrzeuge, Modified, reichten bei der hohen Leistungsdichte bereits minimale Fehler um aus den Spitzenrängen herauszufallen. Wolfgang Fröls auf Suzuki SJ 413 erzielte nach einer Reihe von Top Platzierungen in der Saison 2002 nun den Tagessieg, gefolgt von seinem langjährigen Rivalen Thomas Watzke mit seiner roten LJ 80. Der ehemalige Europameister Jürgen Wagner stieg gleich um zwei Klassen von der Original in die Modified auf und erzielte auf Anhieb Platz 3. Mit Bernd Japp kommt ein „alter“ DGM-Fahrer zurück in die Szene und demonstriert eindrucksvoll, dass die jahrelange Pause nichts von seinem Könne schwinden ließ. Helmut Hey, allen Suzuki-Fahrern als Sperren-Papst bekannt, kommt ebenfalls zurück und will sich mit den doch wesentlichen jüngeren Fahrern messen. Dieses Vorhaben ist mit dem 5. Platz durchaus als erfolgreich anzusehen. Nicht ganz so glücklich verlief der Start für den letztjährigen Meister Dieter Rückert. Mit einem geteilten Platz 7 konnte er nicht an die von ihm gewohnten Leistungen anknüpfen. Noch nicht so ganz zurecht kam „Ossi“ Neuffer mit seinem neuen Mercedes G mit Ford V6-Motor. Mehr als der 21. Rang war dieses mal noch nicht drin
Das selektive Gelände halbierte in der Klasse der Prototypen deren Zahl so stark, so daß zu den reinen Proto-Sektionen nur noch drei Starter antreten konnten. Bruno Huber, Meister 2002, stellte mit dem Auftaktsieg erneut seine Klasse unter Beweis. DGM Neueinsteiger Dirk Lewandowski, der bislang in norddeutschen Trialserien startete, zeigte in der Königsklasse sein fahrerisches Können, und wurde mit einem 2. Platz belohnt. Das „G-rät“ und Norbert Sollner, zwei die mit eine soliden Leistung auf Platz 3 fuhren. Vater und Sohn Bültemeier mussten ihren Proto nach technischem Defekt leider sehr frühzeitig abstellen bei ihrer DGM-Premiere.
In der Mannschaftswertung sicherte sich der Mercedes G-Club, Titelträger 2002, durch eine geschlossen gute Leistung den Sieg zum Saisonstart. Mit dem ORC BW wächst jedoch auf Rang 2 ein neure Gegner heran. Die Allrad-Spezis Franken und die zwei Mannschaften von Mainz folgten auf den Plätzen.