Sand und Wasser bildeten
beim 3. Lauf zur DGM im Gelände des Stock-Car-Club Bramsche eine herausfordernde
Kombination. Sebastian Bültemeier, sonst selbst aktiver Protofahrer in
der DGM, steckte sehenswerte und anspruchsvolle Sektionen, die bei manchem der
56 Teilnehmer für „Aha“-Erlebnisse sorgten.
Die Klasse Original und der Fun-Cup fuhren in komplett von den anderen Klassen
gelösten Sektionen, wobei für die Fun-Cupler eigene Ausfahrten gesteckt
wurden. Hier setzte sich Ulrich Kappers auf seinem Mercedes durch und holte
sich den Tagessieg. Auf den Plätzen folgten die üblichen Verdächtigen:
Roberto Santos, Frank Schodruch und Andreas Köller (alle Mercedes G).
Die Klasse Original wartete mit dem größten Starterfeld in der laufenden
Saison auf. Platz 1 von 15 Startern ging an Maria Schumann, Vereinspräsidentin
der ORF Kurpfalz. Bei ihrem ersten DGM Start überhaupt kam sie mit dem
für sie neuen Reglement hervorragend zurecht. Ihr Erfahrungsschatz, erarbeitet
in zahlreichen Läufen regionaler Serien, lies den arrivierten Startern
nur das Nachsehen. Deniz Serhat fuhr mit Platz 2 sein bisher bestes Tagessergebnis
ein und das Damenduo auf dem Podium komplettierte mit Platz 3 eine hervorragend
aufgelegte Bettina Wagner.
Horst Tinschert setzte sich in der Klasse Standard deutlich mit seinem LJ 80
gegen Tabellenführer Heinz Bertsch (ebenfalls LJ 80) durch. Den letzten
freien Podestplatz holte sich Ray Malinowsky mit seinem Suzuki Samurai. Die
in der Rangliste Führenden bekamen die Tücken des Geländes knallhart
zu spüren. Hofmockel, Serhat und Sommer konnten allesamt eine Sektion nicht
ordnungsgemäß beenden.
Die Klasse Modified wurde durch einen ganz besonderen Starter bereichert: Hans
Peter Hait, der erste Trial-Fahrer der eine Allrad-Lenkung eingesetzt hat, startete
mit einem Munga in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge. Immerhin Platz 10
sprang für ihn heraus. Für drei Starter aus dem CVT zahlte sich die
jahrelange Erfahrung im Bramscher Gelände besonders aus. Hendrik Nieweg,
Bernhard Nieweg und Johannes Wöstefeld teilten sich, jeweils auf Mercedes
G, die Plätze 1 bis 3. Rang vier ging an Thorsten Rötzel mit seinem
Suzuki. Ein starkes Ergebnis bei seinem ersten Start in diesem Jahr. Damit erschöpfen
sich auch hier die Starter, die keine Sektion abbrechen mussten. Auch hier wurden
manch alte Hasen vom Gelände in Bramsche ausgetrickst. Frei nach dem Motto:
Sitzt der Unterboden auf, verlieren die Räder an Traktion.
Als Veranstalterverein konnte der SCC Bramsche seine vier Proto-Starter nicht
ins Rennen schicken. Fünf Protos nahmen somit die Herausforderung des Geländes
an. Einen an Einsatz und fahrerischem Können kaum noch zu toppende Leistung
zeigte Norbert Sollner. Speziell in der letzten Protosektion trennte sich die
Spreu vom Weizen und mit dem ordnungsgemäßen Beenden der Sektion,
wenn auch mit mehreren Anläufen, holte er sich einen wohlverdienten Sieg.
Nach einem dritten Platz zum Saisonstart und einem zweiten Platz in Alverdissen
führt er nun dank des Tagessieges souverän die Protowertung an. Der
zweite Platz ging an Volker Kröwel, vor Rainer Krepp, der mit seinem neuen
Prototypen auf Anhieb Platz drei erzielte. Herbert Klöckner, Sieger von
Alverdissen, wurde durch einen technischen Defekt früh aus dem Rennen geworfen
und so um ein besseres Ergebnis gebracht.
In der Mannschaftswertung rückte der G-Club seinen Status wieder zurecht.
Mit dem Sieg verwies der G-Club I den ORC Baden Württemberg und die Offroad
Freunde Kurpfalz auf die Plätze.