5. Lauf zur DGM in Drackenstein am 13.09.03

Der fünfte Lauf zur Deutschen Geländewagen Meisterschaft war zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Schweizer FSG (Förderation Schweizer Geländewagenvereine). Der AC Helfenstein hatte den Lauf ausgeschrieben, und 94 Teilnehmer, 67 davon aus der DGM, gingen im Steinbruch Staudenmeier an den Start.
Für die 16 Fun-Cupler waren aus den übrigen DGM Klassen komplett herausgelöste Sektionen gebaut worden. Ein Umstand, der für die Einsteigerklasse perfekter nicht sein könnte. Christoph Piotrowski behielt auf einem Mercedes G die Nase gegen zwei Suzuki-Fahrer vorn: Nadine Selck und Andreas Heneka landeten auf den Plätzen zwei und drei.
In der Klasse Original, in der am wenigsten am Geländewagen verändert werden darf, ist ein ständig wachsendes Starterfeld zu verzeichnen. Mittlerweile ist diese Klasse die am besten besetzte. Die Ranglistenführende Bettina Wagner ließ die männliche Konkurrenz aufatmen, über Platz neun kam sie diesmal nicht hinaus. Trotzdem behauptet sie weiterhin ihre Spitzenposition. Das Damentrio ergänzten Maria Schumann und Elke Steube auf den Plätzen zehn und elf. Sieger jedoch war Philipp Roth mit einem Suzuki Samurai, der sich den Tagessieg deutlich vor Vorjahresmeister Hans Braeuner auf einem Mercedes G sicherte.
Sowohl für die Klasse Original als auch für die Klasse Standard wurde eine Sektion komplett aus der Wertung genommen. „Zu gefährlich“ hieß es, nachdem einige Suzuki-Fahrer in der Sektion steckengeblieben waren. Für größere Wagen, wie die Mercedes G, wäre die Sektion dagegen kaum problematisch gewesen. Die Fahrer der großen Offroader bedauerten diese Entscheidung. Wurde ihnen doch dadurch die Chance genommen, den sonst größenbedingten Nachteil durch technische Vorteile wettzumachen.
Horst Tinschert bewies mit seinem Suzuki Samurai eindrucksvoll, das er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Strafpunkte kassierte er nur für einmal rückwärts rangieren. Der zweite Tagessieg war ihm mit dieser Leistung nicht mehr zu nehmen. Abonniert auf den zweiten Platz scheint Heinz Bertsch zu sein, doch die Führung in der Rangliste nimmt ihm noch keiner, auch wenn Tinschert jetzt punktgleich mit Klaus Hofmockel auf Rang zwei liegt. Letzterer meldete sich mit einem engagiert herausgefahrenen vierten Platz wieder in der Spitzengruppe zurück.
Das fahrerische Niveau der Modified Starter liegt mittlerweile so hoch, das selbst anspruchsvoll ausgesteckte Sektionen mit minimalsten Strafpunkten durchfahren werden. Das beste Beispiel dafür lieferte der Vorjahresmeister Dieter Rückert, der sich nur einen „Rückwärts“ erlaubte. „Und selbst der wäre vermeidbar gewesen!“ sagte Rückert bei der Siegerehrung. Das Verfolgerfeld lag derart eng zusammen, das zwischen Platz zwei und sieben nur gute 8 Strafpunkte Differenz lagen. Auf Platz drei landete Thomas Watzke, und mit Platz zwei erzielte Peter Schneider sein bisher bestes Modified-Ergebnis.
Europameister Peter Hess unterstrich seine Ausnahmestellung, und siegte in der Prototypenklasse souverän. Dabei hatte er sich harter Konkurrenz zu erwehren, denn neun Prototypen waren insgesamt angetreten. Norbert Sollner jedoch kämpfte diesmal nur mit stumpfen Waffen: in der ersten Protosektion zerstörte er die Hinterachse des „G-rät“s derart, das ein Start in der nächsten Protosektion nicht mehr möglich war. Dadurch blieb ihm in der Endabrechnung nur noch Platz acht. Die Königsklasse erfreut sich wachsender Beliebtheit. Durchschnittlich sieben dieser reinen Fahrmaschinen sind bislang pro Lauf zu bewundern.
Ungewohntes Bild in der Mannschaftswertung: eine herbe Niederlage musste die Mannschaft des G-Clubs einstecken. Sie fanden sich nur auf dem vierten Platz wieder, da die Mannschaft des AC Rafzerfeld sich mit den Allradspezis Franken den Sieg teilte. Der Drittplatzierte ORC Baden Württemberg baute seinen Vorsprung in der Jahreswertung auf fünf Punkte aus.


Tagesergebnis:

Fun Cup
1 Piotrowski, Christoph Mercedes G
2 Selck, Nadine Suzuki SJ 413
3 Heneka, Andreas Suzuki LJ 80
4 Deubel, Dr. Reinhard Mercedes G
5 Amend, Alex Suzuki LJ 80

Original
1 Roth, Philipp Suzuki Samurai
2 Braeuner, Hans Mercedes G
3 Schweigert, Bernhard Suzuki Samurai
4 Ehmanns, Johannes Mercedes G
5 Serhat, Deniz Suzuki SJ 410

Standard
1 Tinschert, Horst Suzuki Samurai
2 Bertsch, Heinz Suzuki LJ80
3 Arold. Bernd Suzuki SJ 410
4 Hofmockel, Klaus Mercedes G
5 Baur, Ueli Land Rover 90

Modified
1 Rückert, Dieter Suzuki SJ 413
2 Schneider, Peter Suzuki SJ 413
3 Watzke, Thomas Suzuki LJ80
4 Wagner, Jürgen Suzuki LJ80
5 Gereke, Michael Suzuki SJ 413

Proto
1 Hess, Peter Pigacy
2 Busch, Holger junior
3 Huber, Bruno Pumuckel
4 Bültemeier, Fritz Proto
5 Bültemeier, Sebastian Proto

Gesamtwertung:

Fun Cup
1 Schodruch, Frank 122
2 Förster, Thomas 111
3 Santos, Roberto 105
4 Schaar, Matthias 95
5 Köller, Andreas 91

Original
1 Wagner Bettina 121
2 Serhat, Deniz 116
3 Ehmanns, Johannes 115
4 Klossner, Andreas 113
5 Gosebrink, Markus 111

Standard
1 Bertsch, Heinz 138
2 Tinschert, Horst 111
3 Hofmockel, Klaus 111
4 Strecker, Andreas 108
5 Sommer, Heiko 104

Modified
1 Watzke, Thomas 129
2 Wagner, Jürgen 123
3 Placzek, Horst 90
4 Fröls, Wolfgang 88
5 Schneider, Peter 88

Proto
1 Sollner, Norbert 125
2 Bültemeier, Fritz 115
3 Bültemeier, Sebastian 111
4 Busch, Holger 105
5 Lewandowsky, Dirk 93

Mannschaft
1 ORC BW 380
2 Mercedes-G-Club-I 375
3 Mainz I 349
4 Mainz II 306
5 ORF Kurpfalz 260