6. Lauf zur DGM am 04. Oktober des Mercedes G-Club

Unter dem Motto „Wir hatten jahrelang Spaß bei anderen Vereinen, jetzt geben wir zurück“ veranstaltete der Mercedes-G-Club seinen ersten Lauf zur DGM. Auf dem Gelände des MSC Beuern wurde eine Veranstaltung aus dem Boden gestampft, die sich sehen lassen konnte. Anspruchsvolle Sektionen mit so verheißungsvollen Namen wie „Elefantenklo“, „Wäldchen“ oder „Badehaus“ fanden viel Anklang bei den 69 Starten. Beim Zeitplan sorgte der G-Club für Präzision: Nennbüro, Fahrerbriefing, Öffnung der Sektionen fanden pünktlich statt.

In vier separat gebauten Sektionen, die aus zwei Richtungen befahren werden mussten, konnten 13 Einsteiger sich und ihre Offroader testen. Ein Fiat Panda 4x4 und ein VW Bus Syncro sind Fahrzeuge, die man auch im Fun-Cup nicht alle Tage zu sehen bekommt. Beide begeisterten Zuschauer wie Teilnehmer und ernteten viel Staunen und Anerkennung. Björn Junker erzielte mit seinem Panda Platz fünf. Die Plätze zwei und drei blieben auf dem Podium leider leer, denn der erste Platz musste gleich dreimal vergeben werden: Mattias Aichele (Suzuki SJ 413), Alex Amend und Andreas Heneke (beide auf Suzuki LJ 80) bewältigten die Sektionen fehlerfrei.

Bettina Wagner rückte in der Klasse Original ihren Status nach dem zuletzt neunten Platz wieder zurecht. In Beuern siegte sie zwar knapp vor einem ebenfalls gut aufgelegten Arnd Neithardt, ist aber mit diesem Ergebnis schon vor dem Endlauf beim MSC Asbach uneinholbar und damit die erste Frau, die einen DGM-Meistertitel holt. Hinter ihr wird in der Rangliste aber noch hart um die restlichen drei Startplätze für den Eurotrial 2004 in Österreich gekämpft. Bis hinunter zu Platz 9, den der letztjährige Meister Hans Braeuner inne hat, haben alle Fahrer noch Chancen dieses Ziel zu erreichen. Die Hänge von Beuern bekamen zwei Original-Starter besonders zu spüren: Sowohl Denis Serhat als auch Maria Schumann legten ihre Suzuki auf die Seite. Neben Blechschäden beklagten Deniz und Veysi Serhat auch noch mangelnden Vortrieb. Für Veysi, der in der Klasse Standard startet, blieb zu guter letzt der zehnte Platz übrig. In dieser Klasse fiel mit dem Sieg von Heinz Bertsch die Meisterschaftsfrage zu seinen Gunsten aus. Er setzte sich mit seiner Suzuki LJ 80 klar gegen die Konkurrenz durch, und schaffte nach einer Reihe zweiter Plätze seinen zweiten Tagessieg in dieser Saison.
Für den um zwei Klassen aufgestiegenen Jürgen Wagner dürfte der Lauf in Beuern in guter Erinnerung bleiben: zum einen wurde seine bessere Hälfte erste Meisterin in der Klasse Original, zum anderen erzielte der Europabeauftragte des VDGV seinen zweiten Tagessieg. Zwar musste er sich den Platz an der Sonne mit Thomas Watzke teilen, was der Freude angesichts der reichlichen Sachpreise aber keinen Abbruch tat.
Die Prototypenklasse war einmal mehr wieder stark besetzt: elf Protos hatten genannt. Leider verhinderte ein Zwischenfall am Freitag Abend den Start von Holger Busch. Eine Augenverletzung setzte ihn außer Gefecht. An dieser Stelle wünscht ihm der VDGV eine gute und baldige Genesung! Denn schließlich freuen wir uns auf ein WiederSEHEN beim Finale in Asbach. Die verbliebenen zehn Fahrer boten den Zuschauern speziell in der eigenen Protosektion reichlich Spektakel. Dirk Lewandowski legte seinen Proto nach etlichen Schräglagen letztendlich noch auf die Seite, und erreichte nur Platz neun. Über „nur“ verbeultes Blech hätte Bruno Huber sicher gern beklagt, leider nahm sein „Teufelchen“ etwas mehr Schaden. Am letzten Hang in der Protosektion schlug der Defektteufel zu: Vorderachse abgeschert, Bremsleitung gerissen, und so ging es ein paar Meter rückwärts, bis das „Teufelchen“ samt Fahrer unsanft an einem Baum gebremst wurde. Bruno erlitt jedoch keine Verletzungen, bis auf ein Ziehen im Nacken. Im Proto zeichnet sich dafür im Heck der Baumumfang ab... Viel glücklicher war dagegen Sebastian Bültemeier. Er fuhr das zweite Mal in dieser Saison einen Lauf zuende, und erreichte sogar einen Podiumsplatz, und zwar den ganz oben. Mit nur einmal rückwärts rangieren siegte er deutlich vor seinem Vater Fritz, und Harald Schumann mit seinen Proto „Opelix“.
In der Rangliste machen den Führenden Norbert Sollner speziell die Nordlichter noch den Titel streitig. Holger Busch, Sebastian und Fritz Bültemeier, sowie Dirk Lewandowski haben es noch auf den Spitzenplatz abgesehen. Der Showdown wird beim Finallauf in Asbach stattfinden. Dort wird auch Norbert wieder aktiv ins Geschehen eingreifen, in Beuern war er als G-Club-Mitglied nicht startberechtigt. Dafür war er maßgeblich für das Gelingen des Laufes verantwortlich. Er steckte seinen Kollegen sehenswerte Sektionen, und auch die Organisation ging weitestgehend über seinen Schreibtisch.
Die Siegerehrung endete in einer Sachpreisorgie. Der Mercedes-G-Club hatte nicht gekleckert, sondern richtig geklotzt. Die Firma www.Globetrotter.de konnte als Sponsor für diesen Lauf gewonnen werden, ein Umstand, der bei vielen Teilnehmern frohe Gesichter hervorrief.
Für alle, denen das Spektakel entgangen ist, hier eine Auflistung der Preise:
Sachpreise:
- für alle Starter je ein Globetrotter.de-T-Shirt
- jeder Ranglisten-Letzter erhielt eine Packung Papiertaschentücher und einen Startgeldgutschein für den nächsten G-Club-Lauf
- jeder Ranglisten-Vorletzte erhielt zusätzlich noch ein T-Shirt der Maisel-Brauerei
- alle Fun-Cup-Starter erhielten einen Modell-Truck einer limitierten Serie der Brauerei Licher
- die Plätze 2, 3 und vier aller Klassen erhielten je einen Dreibeinhocker von Globetrotter
- die ersten Plätze aller Klassen erhielten einen Relax-Stuhl von Globetrotter
- die Plätze 1, 2 und 3 aller Klassen erhielten je eine Flasche Sekt
- die Plätze 1-5 aller Klassen erhielten je ein Schlüsselband von Globetrotter

Verlosung
- 1x Uhr von Sinn
- 1x Satz Old-Men-Emu Stoßdämpfer von Taubenreuther
- 1x Wertgutschein 125€ von ORC
- 2x Drucker von Berolina
- 3x Relax-Stuhl von Globetrotter
- 1x Multitool von Victorinox
- 1x Cybertool von Victorinox

Es waren dermaßen reichlich Preise vorhanden, das noch einige bei der Jahressiegerehrung im Rahmen des Endlaufes zur Verlosung gelangen werden.