7. Lauf zur DGM am 18. Oktober des MSC Asbach

Der Finallauf der DGM in der Bauschuttdeponie Asbach bei Mosbach sah einen strahlenden Oktobertag. Ein Starterfeld von 85 Teilnehmern sorgten beim Endlauf für einen Teilnehmerrekord zum Saisonabschluss.

Im Fun-Cup wiederholten sich fast die Ereignisse von Beuern. Alex Amend und Andreas Heneke konnten sich über den Sieg nicht einig werden, und teilten sich diesen. Die beiden setzten sich gegen 16 weitere Einsteiger durch.

In der Klasse Original leistete sich Meisterin Bettina Wagner einen „Steckenbleiber“ und rutschte bis auf Platz neun ab. Trotzdem war an ihrem Titel nichts mehr zu rütteln. Damit ist sie die erste Dame, die in einer DGM-Klasse zu Meisterschaftsehren gelangt. Sie löst damit Hans Braeuner ab, der in Asbach noch einmal den dritten Platz holte. Zusammen mit Elke Steube und Andreas Klossner brachen gleich drei Mercedes G in die Phalanx der Suzuki-Fahrer ein. Der letzte Tagessieg ging jedoch wieder an eine Suzuki, und zwar an die von Dominik Keuper. Die Eurotrial-Startplätze sind damit vergeben: Bettina Wagner, Andreas Klossner, Deniz Serhat und Harald Liesicke haben die Qualifikation erreicht.

Heinz Bertsch stand schon vor dem Finale als Meister fest. Er sicherte sich die Meisterschaft mit der Rekordpunktzahl von 141 Zählern. Maximal möglich wären 150 - soviel zu Heinz’ fahrerischer Klasse. Großzügigerweise überlies er am Endlauf anderen die Podestplätze, er selbst begnügte sich mit dem 5. Platz. Spannend wurde es noch um die weiteren Euro-Startplätze. Veysi Serhat und Klaus Hofmockel standen in direkter Konkurrenz - wer am letzten Lauf vor dem anderen liegt, fährt zum Eurotrial nach Österreich. Zwei Fehlerpunkte weniger sicherten Klaus mit seinem „Gelben Baron“ den vierten Platz in der Rangliste. Am Ende seiner ersten DGM Saison konnte sich Andreas Strecker bei der Jahressiegerehrung besonders freuen: Ein Tagessieg und konstant vordere Platzierungen brachten ihm und seiner Suzuki den zweiten Platz hinter Heinz Bertsch ein. Auch Horst Tinschert steigerte sich nach schwachem Saisonstart immer mehr und holte sich den dritten Podiumsplatz

Die Modified-Fahrer hatten diesmal in den Sektionen elf und zwölf nichts zu lachen. Kanten und Gräben verlangten den Piloten alles ab. Bodo Scheibe wollte es genau wissen, und setzte mit seiner Suzuki zum Sprung über den Graben an. Jedoch kam er schräg mit der Frontpartie auf, kippte, und streckte die Räder in die Luft. Außer Blechschäden musste nichts beklagt werden, die Zuschauer sprachen jedoch noch lange über die Aktion. Oskar Neuffer wollte es dem Kollegen gleichtun, lies seinen Mercedes G ebenfalls fliegen. Er landete immerhin auf allen vier Rädern, da jedoch der Kühler Schaden nahm, war auch für ihn die Sektion im Graben zuende. Die Meisterschaftsfrage war nur noch zwischen Aufsteiger Jürgen Wagner und dem „altem Hasen“ Thomas Watzke zu klären. Es hätte ein triumphales Wochenende für die Wagners werden können, doch Thomas Watzke lies an seinem Können keinen Zweifel und sicherte sich mit dem zweiten Platz in Asbach den Meistertitel. Jürgen kann trotzdem hochzufrieden sein: zwei Klassen höher fahren, und auf Anhieb Vizemeister werden, das muss ihm erst mal einer nachmachen. Die Ränge drei und vier ergänzen Michael Gereke und der Meister von 2002, Dieter Rückert.

Mit einer klassischen DGM-Karriere kann Norbert Sollner aufwarten. Vom Beifahrer über Fun-Cup Meister zum Vizemeistertitel in der Klasse Original. Doch dann hatte er genug von normalen Geländewagen, wechselte mit einem selbst aufgebauten Prototypen in die Königsklasse und erreichte im ersten Jahr gleich den dritten Rang. Dann das zweite Proto-Jahr, das Happy End in Asbach. Als sich seine härtesten Konkurrenten im Tagesergebnis hinter ihm platzierten, wurde er mit einem sauber herausgefahrenen Tagessieg Meister der Prototypen. Diese Leistung wird noch respektabler, wenn man weiß, dass das stärkste Proto-Feld seit Beginn der DGM am Start war. Bis zu elf Fahrzeuge waren in der Saison 2003 am Start. Fritz und Sebastian Bültemeier wurden ausgerechnet beim Endlauf vom Pech heimgesucht, als ihr Proto schon vor dem Start den Dienst verweigerte. Kurzerhand nannten die beiden auf anderen Wagen, wobei sich Fritz wieder mit Kollege Holger Busch zusammentat und sie einen Doppelstart fuhren. Sebastian fand bei Standardfahrer Andreas Strecker Hilfe: die Suzuki, die über alle Sicherheitseinrichtungen verfügt, wurde als Proto genannt und für die Protosektionen mit Netzen versehen. Natürlich verfügte die Suzi über keine Allradlenkung, Einzelradbremse, und all das, was die Protos zu Protos macht. Trotzdem bewegte Sebastian die Suzi dermaßen geschickt, das der Laie staunte und sich der Fachmann wunderte. Beachtlich, das er sich mit dem weit unterlegenen Fahrzeug doch noch Platz sieben sicherte. Holger Busch, wieder genesen, bewältigte mit seinem „Junior“ zwar auch die schwierigsten Passagen, doch über den zweiten Platz kam er nicht hinaus. Norbert Reiner, der seinen zweiten Lauf nach schwerer Krankheit fuhr, platzierte sich und seinen „Geröllheimer“ sehr gut auf Platz drei. Damit hat er bewiesen, dass er wieder voll hergestellt ist und für die Saison 2004 wieder ein ernst zu nehmender Gegner ist. So ergibt sich in der Rangliste folgendes Bild: Norbert Sollner vor Holger Busch, auf Platz drei folgt Fritz Bültemeier und Platz vier hat Reiner Krepp inne.

Bei den Mannschaften hatte der ORC Baden Württemberg viel Grund zum Feiern: wurden nicht nur Jürgen Wagner Vizemeister und Bettina Wagner Meisterin, nein, der ORC BW wurde in der Mannschaftswertung ebenfalls Meister und löst damit den Mercedes-G-Club nach zwei Jahren am obersten Treppchen ab.
Zu guter Letzt noch ein Wort:
Ein großes Dankeschön geht an alle Teilnehmer, an alle Veranstalter und Helfer, an alle Zuschauer und Fans. Wir sehen uns hoffentlich alle in 2004 zu einer neuen Saison wieder.